Kämpfen, um zu siegen

Das so ziemlich Aufregendste, was in meinem bisherigen Leben geschah, war derjenige Moment, als mir bewusst wurde, dass ich als Christ befähigt worden bin, tatsächlich siegen zu können. Wirklich siegen zu können, und das ohne es auf Kosten anderer zu tun, war für mich ein fast berauschendes Bewusstsein, das jede Art von depressivem Denken augenblicklich verbannte.
Es gibt da eine Filmszene mit Didi Hallervorden als Paul Averhoff (Olympiasieger im Marathonlauf von 1956) im Altersheim: Nachdem die Insassen des Altersheims gehört haben, dass er am Berlin-Marathon teilnehmen will, wird er in der Abendbrot-Tischrunde höhnisch gefragt, ob er denn den Berlin-Marathon gar gewinnen will. Und was sagt er voller Überzeugung daraufhin zu dem blasierten Gesprächspartner? „Natürlich will ich gewinnen, sonst brauch‘ ich doch gar nicht erst mitzumachen!“
Hier ist alles drin, was mich als Mann für einen Kampf vorbereitet. Warum vorbereitet? Einfach, weil jeder Kampf, gleichgültig welcher Natur er ist (geistlich oder natürlich), eine gut durchdachte Vorbereitung braucht. Eine gute Vorbereitung macht mental sicher und zugleich jeden Mann lebendig.