Verletzte Männlichkeit

11.04.2018
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Ja, auch Männerherzen können gebrochen werden und Männerköpfe voller verzweifelter Gedanken stecken, die sich ohne Ende im Kreis drehen, bis der Mann mürbe wird; er erlebt verletzte Männlichkeit. Viele Männer lassen davon nach außen hin nichts sehen, denn das wäre ja uncool; Gott jedoch sieht es und würde gerne die heilsame Medizin ins Haus bringen, die da heißt: Nähe.

Nähe zulassen

„Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ (Psalm 34,19) Jesus ging nach seiner Auferstehung durch die verschlossenen Türen, hinter denen die Jünger sich voller Furcht verschanzt hatten; er ging mitten unter sie und sprach: „Friede euch!“ (Joh 20,19). Nun, das war mal eine Überraschung! Wie sehr wir das brauchen: Dass einer hinter unsere Mauern kommt, wo wir uns versteckt und dicht gemacht haben, wo wir Zerbruch erlebt haben – und Frieden mitbringt. Ich spreche hier nicht nur von dem Wort „Frieden“, sondern der Macht des Friedens, von „Schalom“.

Verletzte Männlichkeit eingestehen

Manchmal hilft es schon, Verletzungen einzugestehen – und sie, wenn möglich, „auszuräumen“. Eine der typischen Männerverletzungen besteht darin, sich ausgeliefert und ohnmächtig zu fühlen – genau wie die Jünger damals. Mit dem Tod Jesu war ihre Welt zerbrochen, ihre Mission jäh beendet. Sie waren geschockt und traumatisiert. Petrus hatte zur Krönung noch seine dreifache Verleugnung hingelegt und der Hahn hatte gekräht, genau wie Jesu es vorausgesagt hatte. Petrus lief weg und weinte, bis er nicht mehr weinen konnte. Er hatte völlig versagt!

Frieden annehmen

Diese Männer wussten nicht mehr weiter … und dann steht Jesus auf einmal in ihrer Mitte und redet etwas von Frieden. Aber er ist ja der Frieden in Person! „Ich bleibe bei euch bis an das Ende der Welt!“, sagt er. Die Nähe Jesu, die von keinen Mauern und verschlossenen Türen aufgehalten wird, seine unbedingte Treue, das ist ein kraftvoller Trost, der den Sturm im Männerkopf beendet (siehe den Zweifler Thomas) und das Männerherz höher schlagen lässt. „Und sie kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude.“ (Lk 24,52). Na geht doch!

Frank Krause

Frank Krause arbeitete lange als Krankenpfleger, war 20 Jahre Gemeindeleiter und hat sich besonders in der Männerarbeit engagiert. Nun ist er als Autor und Referent unterwegs. Er ist Autor mehrerer Bücher, u. a. des Männerbuchs „Männerdämmerung“ (GloryWorld-Medien, Bruchsaal 2010), das wir in Adam online Nr. 22 vorstellten.

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Verletzte Männlichkeit

Ja, auch Männerherzen können gebrochen werden und Männerköpfe voller verzweifelter Gedanken stecken, die sich ohne Ende im Kreis drehen, bis der Mann mürbe wird; er erlebt verletzte Männlichkeit. Viele Männer lassen davon nach außen hin nichts sehen, denn das wäre ja uncool; Gott jedoch sieht es und würde gerne die heilsame Medizin ins Haus bringen, die da heißt: Nähe.

Nähe zulassen

„Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ (Psalm 34,19)

Jesus ging nach seiner Auferstehung durch die verschlossenen Türen, hinter denen die Jünger sich voller Furcht verschanzt hatten; er ging mitten unter sie und sprach: „Friede euch!“ (Joh 20,19). Nun, das war mal eine Überraschung! Wie sehr wir das brauchen: Dass einer hinter unsere Mauern kommt, wo wir uns versteckt und dicht gemacht haben, wo wir Zerbruch erlebt haben – und Frieden mitbringt. Ich spreche hier nicht nur von dem Wort „Frieden“, sondern der Macht des Friedens, von „Schalom“.

Verletzte Männlichkeit eingestehen

Manchmal hilft es schon, Verletzungen einzugestehen – und sie, wenn möglich, „auszuräumen“.

Eine der typischen Männerverletzungen besteht darin, sich ausgeliefert und ohnmächtig zu fühlen – genau wie die Jünger damals. Mit dem Tod Jesu war ihre Welt zerbrochen, ihre Mission jäh beendet. Sie waren geschockt und traumatisiert. Petrus hatte zur Krönung noch seine dreifache Verleugnung hingelegt und der Hahn hatte gekräht, genau wie Jesu es vorausgesagt hatte. Petrus lief weg und weinte, bis er nicht mehr weinen konnte. Er hatte völlig versagt!

Frieden annehmen

Diese Männer wussten nicht mehr weiter … und dann steht Jesus auf einmal in ihrer Mitte und redet etwas von Frieden. Aber er ist ja der Frieden in Person! „Ich bleibe bei euch bis an das Ende der Welt!“, sagt er. Die Nähe Jesu, die von keinen Mauern und verschlossenen Türen aufgehalten wird, seine unbedingte Treue, das ist ein kraftvoller Trost, der den Sturm im Männerkopf beendet (siehe den Zweifler Thomas) und das Männerherz höher schlagen lässt. „Und sie kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude.“ (Lk 24,52). Na geht doch!